Liga Baselbieter Stromkunden

Biomasse - vergärbar

Die Biomasse-Nutzung ist attraktiv, solange keine verwertbaren Lebensmittel für die Stromerzeugung genutzt werden

Biomasse - vergärbar Foto: JuwelTop / pixelio.de

Bewertung

  • Wirtschaftlichkeit   3.5
  • Umweltverträglichkeit   4
  • Potential   4

Inwiefern eignet sich die Technologie fürs Baselbiet?

  • Vor allem in Vergärungsanlagen Ausbau möglich, mengenmässig aber eher bescheiden

Wie funktioniert die Technologie?

  • Nutzung von Hofdünger (Gülle, Mist), Ernterückständen, Gartenabfällen und Abfällen aus der Nahrungsmittelproduktion
  • Produktion von Biogas durch Vergärung in einem Fermenter
  • Verstromung des Biogases und gleichzeitige Erzeugung von Nutzwärme in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen
  • Alternativ Einspeisung des Biogases in das Ergas-Netz

Wie wirtschaftlich ist die Technologie?

  • Tragfähigkeit unter günstigen Bedingungen auch ohne Subventionen
  • Allerdings meist dezentraler Anfall der Biomasse (Transportaufwand)
  • Relativ hohe Stromgestehungskosten

Welche Kriterien sind bei der Standortwahl relevant?

  • Nähe der Anlagen zu Orten mit hohem Biomasse-Anfall
  • Nähe zu Siedlungsgebiet (z.T. Geruchsbelästigung)

Wie stellen sich Nutzung und Zukunftspotential in der Schweiz dar?

  • Status 2009 / Wachstum gegenüber 2008:

    • Stromproduktion: 193,5 GWh (entspricht rund 60‘000 Haushalten)
    • Wärmeproduktion: 302,1 GWh
    • Einspeisung Biogas in das Erdgas-Netz: 40 GWh
  • Überschaubares Potential, da Biomasse nur beschränkt vorhanden ist

Wie sieht die Technologie im internationalen Kontext aus?

  • Wirtschaftliche Effizienz nur unter günstigen Rahmenbedingungen gegeben, sonst teilweise hohe Subventionen
  • Bezüglich installierter Leistung verfügen Deutschland, die USA und Grossbritannien über die meisten Anlagen

Quelle: Bundesamt für Energie (BFE); REN21; The Advisory House AG

 

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